Jesus begnet der samaritischen Frau am jakobsbrunnen

In jener Zeit kam Jesus zu einer Stadt in Samarien, die Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken!

Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt.

 

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Impuls

Durst,
nach Leben,
nach Freiheit,
nach Erfüllung.

Jeder kennt diesen Durst
und diese Sehnsucht,
alles Lebendige
will leben, sich ausleben.

Erfüllung suchen wir
in den äußeren Dingen,
Freiheit
im Überwinden von Grenzen.

Und dann erleben wir
die Wüste des Alltags,
die Leere irdischer Versprechungen
und die Enge des Lebens.

Gott kommt mir entgegen
mit seiner Liebe
die alle Sehnsucht stillt
und den Durst löscht.

Gott kommt in der Liebe,
die Weite schenkt,
Horizonte aufbricht
und leben lässt.

Reinhard Röhrner